August

August

83min., HD, Deutschland / Japan 2011

Weltpremiere FID Marseille 2011
Festivals Fid Marseille, Viennale, Duisburger Filmwoche, Dok.fest München, Asian Hot Shots Berlin, Pravo Ljudski Sarajevo
Preise Lobende Erwähnung Georges de Beauregard International Prize FID Marseille 2011,
Nominierung First Steps Award 2011
Fernsehen ZDF 08.08.2011, ZDFKultur 14.8.2011, 3Sat 9.11.2011

Buch, Regie und Kamera Mieko Azuma Kamera Yoshihito Takahashi Regie-Assistenz Susanne Quester Ton Magnus Pflüger Maske Midori Arai Kostüm Keiko Murashima Beleuchter Hiroshi Hanamura Standfotos Toshi R. Winschermann Produzent Ingo Fliess Koproduzent Japan Kiyoshi Mizokami Assoziierter Produzent Japan Noriyasu Hirakata Produktionsleiter Kodai Hanayama Produktionsassistent Tokio Takashi Mimatsu Produktionsassistent Hiroshima Yukako Kishino Produktionsassistent München/HFF Fabian Ascher Redaktion Milena Bonse (ZDF) Mit Sylvana Krappatsch (Johanna), Hirota Otsuka (Hirota, Dolmetscher) Drehzeit August-September 2009 Drehort Hiroshima Koproduktion ZDF („Das Kleine Fernsehspiel“), HFF München, Twin M Company Tokio, in Zusammenarbeit mit Pictures Network Tokio gefördert von FFF Bayern

Inhalt

Die Schriftstellerin Johanna Schneider (gespielt von Sylvana Krappatsch) recherchiert für eine literarische Reportage über das Gedenken an den Atombombenabwurf. In der Woche um den 6. August, dem Tag der Gedenkzeremonie im „Friedenspark“, begegnet sie echten Zeitzeugen, Angehörigen und einfachen Bewohnern der Stadt. Dabei löst sich die Kamera immer wieder von der Protagonistin, um dokumentarisch in das Leben und die Existenz heutiger Bewohner Hiroshimas zu blicken. In der Begegnung deutscher und der japanischer Kultur entsteht ein spannendes Spiel zwischen inszenierten und dokumentarischen Szenen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die unterschiedliche Vergangenheitsbewältigung beider Länder. Johanna Schneider lernt Hiroshima und seine Bewohner kennen und wird dadurch mit ihrem eigenen Land konfrontiert. Ein Film über die Stadt Hiroshima heute, über die Angst vor dem Vergessen und die Rolle der Erinnerung in der Gegenwart.


„Die Schriftstellerin Johanna (Sylvana Krappatsch) reist in diesem stillen, langsamen, fein geschliffenen Film nach Hiroshima, wo sie einen Teil ihrer Kindheit verbracht hat. Sie spricht mit Zeitzeugen und Jugendlichen, besucht die offizielle Gedenkveranstaltung zum Atombombenabwurf, um dem Wesen der Erinnerung auf die Spur zu kommen – und mehr über ihre eigene Vergangenheit herauszufinden, die ihre demente Mutter ihr nicht mitteilen kann. Die Verständigungsschwierigkeiten, Johannas zögerliches Englisch, die langen Passagen auf Japanisch – all das passt zu Azumas Frage: Wie vermittelt sich Erfahrung? Klar wird: Der wahre Ort der Erinnerung ist das eigene Innere.“ Jan Oberländer



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